EGGER-LIENZ / WALDE / BERG - ÜBER DAS LAND

Egger-Lienz_Walde_Berg
Werner Berg, "Der Nachbar", 1954

Ein gemeinsames Ausstellungsprojekt von
Werner Berg Museum, Bleiburg/Pliberk
Museum Schloss Bruck, Lienz
Museum Kitzbühel, Kitzbühel
www.eggerlienz-walde-berg.at

Mai bis Oktober 2012
Die drei Maler Werner Berg (1904 – 1981), Albin Egger-Lienz (1868- 1926) und Alfons Walde (1891- 1958) verbindet über die unterschiedliche Herkunft und Geburtsjahrgänge hinweg eines: Das Arbeiten in Regionen abseits der Kunstzentren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Jeder der drei Künstler hat ein Werk hinterlassen, das weit über den Schaffensraum hinausreicht und über die eigene Lebenszeit hinaus wichtige und unübersehbare Positionen der österreichischen Moderne markiert die bis heute nachwirkt.

Nach Ausbildungen und längeren Aufenthalten  in den Kunstmetropolen Wien, München und Weimar haben die drei Maler ihr Werk angesichts der Landschaft und den in ihr lebenden Menschen in der künstlerischen Peripherie ländlicher Regionen weiterentwickelt. Berg auf seinem entlegenen Rutarhof  im Südosten Kärntens, Egger-Lienz in Längenfeld  und nach seiner Rückkehr aus Weimar ab 1914 in St. Justina bei Bozen und Alfons Walde im touristischen Kitzbühel der 1920er und 30er Jahre.

Das „Verwachsensein“ mit der Region drückt sich trotz unterschiedlichster Themen in einer Art „Poesie des Lokalen“ aus und schwingt in den entstandenen Werken mit. Die Provinz, ihre Landschaft und ihre Menschen, ist das durchgängige Sujet. Dabei geht die Kunst von Albin Egger-Lienz, Alfons Walde und Werner Berg über eine unreflektierte und kritiklose Heimatkunst hinaus, alle drei Maler sind in ihren über jede provinzielle Vorstellung hinausreichenden Bildkonzeptionen für die österreichische Kunst der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu Klassikern geworden.

Die Provinz nicht als Thema, aber als Bühne für eine Kunst, die mit deren Motiven und Milieus spielt, verbindet alle drei Künstler. Und es ist im Wesentlichen, sieht man von Egger-Lienz Meerbildern ab, die alpine Landschaft, die die Szenarien bestimmt. Das Dargestellte gewinnt weitere Bedeutungen: Das „Wesenhafte“ der Region wird zum Ausdruck gebracht. Nicht idyllisch verklärt werden hier in einer subjektiven Sicht auf die sozialen wie topografischen Gegebenheiten realistische Bilder der Regionen entworfen und damit auch der Blick auf ihre Landschaften und Menschen geprägt.

In dem gemeinsamen Ausstellungsprojekt werden inhaltliche wie formale Aspekte des Werkes von Albin  Egger-Lienz, Alfons Walde und Werner Berg den Sammlungsschwerpunkten der drei Museen entsprechend gezeigt.

In Bleiburg ist dies der Typus des bäuerlichen Menschen, in Kitzbühel die Themen Wintersport und Landschaft und in Lienz Religion, Krieg und Porträt.

Zudem wird in Schloss Bruck in einer eigenen Zusammenschau noch das große Thema aller drei Künstler gezeigt: Mensch und Landschaft

Lienz
Museum der Stadt Lienz Schloss Bruck Hauptplatz 7, A-9900 Lienz
T +43 (0)4852 62580
museum@stadt-lienz.at;
www.museum-schlossbruck.at
11. Mai bis 31. Oktober 2012
Öffnungszeiten
10 bis 18 Uhr
ab 10.9.2011: Di bis So von 10 bis 16 Uhr Eröffnung: 11. Mai 2012, 19 Uhr

Kitzbühel
Museum Kitzbühel
Stadtgemeinde Kitzbühel
Hinterstadt 32, A-6370 Kitzbühel
T +43 (0) 5356 67274
info@museum-kitzbuehel.at;
ww.museum-kitzbuehel.at

12. Mai bis 31. Oktober 2012
Öffnungszeiten
Di – Fr 10 – 13 Uhr, Sa 10 – 17 Uhr
20.7. – 20.9.: täglich 10 – 17 Uhr, Do 10 – 20 Uhr
Eröffnung: 12. Mai 2012, 11 Uhr
1. Samstag im August,  26. Oktober geschlossen

Bleiburg/Pliberk
Werner Berg Museum
10. Oktober-Platz 4, A-9150 Bleiburg/Pliberk
T   +43 4235 2110-27 /+43 4235 2110-13
bleiburg.museum.gde.at
www.wernerberg.museum

1. Mai bis 31. Oktober 2012
Öffnungszeiten
Di bis So von 10 bis 18 Uhr
Mo Ruhetag
Eröffnung: 30. April 2012, 18 Uhr

JOHANN FEILACHER - HÖLZER

Feilacher entwickelte sich nach einer längeren Zeit als Maler in den achtziger Jahren als Bildhauer. Sein vorwiegendes Material war bis nach der Jahrtausendwende Holz, das er für Indoor und Outdoor - Skulpturen bis zu monumentalen Formaten bearbeitet. Seit 2002 erweiterte er seine Materialien auf Kombinationen Holz-Stahl sowie Kunststoff (glasklare Güsse aus Polyurethan) und baut Installationen aus kombinierten Materialien und gefärbten Holzstücken. Holz verwendet der Künstler, da ihn das organische, sich weiter bewegende Material besonders für diese digitale Zeit geeignet erscheint, sich damit einen Gegenpol zur „künstlichen“ Welt zu schaffen. Die Verwendung von abgestorbenen Bäumen, auch mit bereits zerfallenden Teilen darin, als Zeichen der Gegenwart, der Vergänglichkeit aber auch der Wiederverwendung von scheinbar Unbrauchbarem, ist ihm ein künstlerisches Anliegen, da damit das Organische besonders gut gezeigt werden kann. Erste Großskulpturen entstanden in England (Hildon House Park, 1988) und danach in den USA wie im Socrates Sculpture Park in New York City und Kouros Sculpture Center in Ridgefield, CT, USA. 1997 schuf er die derzeit größte zeitgenössische Holzplastik im Laumeier Sculpture Park in Saint Louis, Missouri, USA. Vortragender als Bildhauer an den Art-Departments an der Webster University, Saint Louis, Missouri, University of Miami, Florida und University of Wisconsin, Stevens Point.

Einzelausstellungen
1975     Galerie Schillerhof, Graz, A 
1977     Galerie der KHG, Graz, A
1981     Galerie Marokkanergasse, Wien, A
1991     N. Ö. Dokumentationszentrum für moderne Kunst, St. Pölten, A
            Galerie Lüthi & Lüthi, Kreuzlingen, CH    
            Kunstwerkstatt Tulln,  Tulln, A
1993     Otto Nagl Galerie, Kunstamt Wedding, Berlin, D
            Kulturzentrum Winkelau, Loosdorf/NÖ., A
            Galerie Unart, Villach, A
1994     Kouros Gallery, New York, USA
1995     Kunstwerkstatt Tulln, Tulln, A
1996     Galerie Judith Walker, Klagenfurt, A
1997     Hunt Gallery, Art Dep. Webster University, Saint Louis, MO, USA
            Toscana Park, Gmunden, A
1998     Galerie Freihausgasse, Villach, A
            Landscape Art Project am Wachtberg, Tautendorf, A
1999     The New Gallery, Art Dep. University of Miami, Miami, USA
2002     Stadtmuseum St. Pölten, Hauptplatz, A
            Galeria Casa Strobele, Borgo Valsugana, I
2003     Galerie Pimmingsdorfer, Schloss Peuerbach
2004     Galerie Chobot, Wien, A
2005     Galerie Chobot, Wien, A
2006     Kunsthaus Nexus, Saalfelden, A
2007     Museum Lignorama, Ried, A
2010     Museum Humanum, Fratres, A
            Stadtgalerie am Minoritenplatz, Wolfsberg, A
2011     Freilichtmuseum Gerersdorf, A
2012     Werrner Berg Museum, Bleiburg

 

Öffentliche Arbeiten:

  • Laumeier Sculpture Park, Saint Louis, MO, USA
  • Hildon Park, Broughton, GB
  • Socrates Sculpture Park, New York, USA
  • Arte Sella, Borgo Valsugana, I
  • Kouros Sculpture Center, Ridgefield, CT, USA
  • University of Wisconsin, Stevens Point, USA
  • Forma Viva, Kostanjevica na Krki, SI
  • Stadt Villach, A
  • Justizzentrum Leoben, BIG, A
  • BMUKK, A
  • Albertina Wien, A
  • NÖ Landessammlungen, St.Pölten, A
  • Sculpture Park Rosental, A
  • Skulpturenpark Winkelau, A
  • Museum Essl, Klosterneuburg, A
  • Museum Liaunig, Neuhaus, A
  • Museum moderner Kunst Kärnten, Klagenfurt, A

 

 

mit freundlicher Unterstützung der Sponsoren und Kooperationspartner