Das Museum

Das Werner Berg Museum wurde im Jahre 1968 als Werner-Berg-Galerie der Stadt Bleiburg eröffnet. Die permanente Schau präsentiert seither in einzigartiger Wechselwirkung von Kunst und Umwelt das OEvre des Künstlers im Kerngebiet seines Ursprungs.

Als eines der ersten monographischen Museen Österreichs errichtet, bewahrt es heute den reichen Bilderbestand der Stiftung Werner Berg. Seine ständige Sammlung gibt mit zahlreichen Ölbildern, Holzschnitten und Skizzen einen repräsentativen Einblick in das Lebenswerk des 1904 in Elberfeld geborenen Künstlers. Jährliche Sonderausstellungen zeigten u.a. Werke von Emil Nolde, Egon Schiele oder Oskar Kokoschka. 

Heimstätte des Museums ist ein Jahrhunderte altes Gebäude am Bleiburger Hauptplatz, das 1997 gefühlvoll revitalisiert wurde und den idealen Rahmen für die Kunstwerke bietet. 2004 wurde eine die historische Bausubstanz ergänzende Oberlichthalle für Sonderausstellungen eröffnet und anlässlich der Europaausstellung "Macht des Wortes - Macht des Bildes" wurde das Areal 2009 um einen Panoramalift, eine Kreativwerkstatt und einen Skulpturengarten erweitert.

Werner Berg (1904-1981)

Werner Berg, 1904 in Elberfeld (Wuppertal) geboren, zog 1931, nach einem abgeschlossenen Studium der Staatswissenschaften und Besuch der Akademien in Wien und München auf den Rutarhof im Südosten Kärntens. Der entlegene Bergbauernhof hoch über der Drau wurde fortan zum Schauplatz einer ungewöhnlichen Einheit von Kunst und Lebenspraxis. Bis zu seinem Tode 1981 arbeitete der Künstler unter zeitweisen prekären Verhältnissen als Bauer und Maler.

In der österreichischen Kunst des 20. Jahrhunderts war er ein Außenseiter. Zentrales Thema seines singuläres Werkes sind Landschaft und Menschen seiner Wahlheimat Unterkärnten - beobachtet mit der Distanz des Fremden und der Intensität des Liebenden.

Dem Land Kärnten ist mit seinem Werk ein einzigartiges Dokument entstanden. Von hoher künstlerischer Qualität gibt es zugleich Zeugnis vom Leben in einer vorindustriellen Kultur, der sich der Künstler fortwährend aussetzte und die heute Vergangenheit ist.

Werner Berg Museum - 50 Jahre / 01.05.2018-28.10.2018

Im Fünfzigsten Jahr seines Bestehens zeigt das Werner Berg Museum Bleiburg/Pliberk die bisher umfassendste Werkschau Werner Bergs. Alle vom Künstler selbst für das Museum ausgewählten Hauptwerke seines Ouevres werden – ergänzt durch viele erstmals gezeigte Leihgaben – im gesamten Ausstellungsbereich präsentiert. Für den Kenner bietet die  Jubiläumsausstellung 2018 die einmalige Gelegenheit, sich der Tiefe und Vielschichtigkeit der Bildschöpfungen des Malers vom Rutarhof zu vergewissern, dem neu zu den Bildern Gelangenden offenbart sich ein beeindruckendes Werk, das in unvergleichlicher Weise Landschaft und Menschen Südkärntens darstellt.

1931 zog der 27jährige Maler und promovierte Staatswissenschaftler mit seiner Familie auf einen kleinen Bergbauernhof hoch über der Drau bei der Annabrücke. Durch 50 Jahre arbeitete er in beispielhafter Einheit von Kunst und Lebenspraxis als Bauer und Maler auf diesem seinem Rutarhof.

1968 wurde erstmals – auf Initiative des Bleiburger Lebzelters Gottfried Stöckls und lebenslanger tatkräftiger Unterstützung durch Stadtrat Valentin Vauti – ein gemeindeeigenes Hauptplatzhaus als bleibende Heimstätte für eine hochkarätige Auswahl von Werner Bergs Bildern und Holzschnitten eröffnet und in den Jahrzehnten seither immer wieder mit großem architektonischem Feingefühl erweitert. Neben der Möglichkeit, das Werk Werner Bergs in allen seinen Facetten kennenzulernen machten auch Sonderausstellungen von Emil Nolde bis Gottfried Helnwein das Museum weit über Kärnten hinaus bekannt. 2009 wurde das Museumsareal um einen Skulpturengarten erweitert, der 2018 das bildhauerische Werk Helmut Machammers präsentiert.

 

Audioguides in De, Slo, Engl, Ital gratis. Führungen auf Anfrage und jeweils Sonntag um 11h

Das Museum bietet 2018 ein spezielles Kinderprogramm, mit Audioguides eigens für Kindern, Kinderführungen und einem Kreativprogramm mit u.a. der Möglichkeit selbst einen Holzschnitt zu drucken.