Arme - 1963 (120x40cm)

Arme

„Die Bedeutung der Kopftücher bei Werner Berg ist besonders hervorzuheben. So besteht formal ein grundlegender Unterschied zwischen barhäuptigen Männern und den mit Tüchern bedeckten Köpfen der Frauen. Das Kopftuch liefert außerordentliche Möglichkeiten für die Reduktion der Formen. Die Kopfform, Haare, Ohren bleiben hinter dem Tuch verborgen, es verhüllt einzelne Teile und vereinheitlicht so die Gesamtform. Das Kopftuch ist durch den Künstler frei formbar. Einmal hängen so wie bei diesem Bild die Zipfel völlig „hoffnungslos“ herab und zeigen die Verzweiflung der Armen, ein andermal sind sie Signal der freudvollen Stimmung auf dem Kirchgang. Immer übermittelt das Kopftuch die innere Befindlichkeit der Person und wird so ein wichtiges Ausdrucksmittel“, schreibt Barbara Biller.

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