Fahrgast, schlafend - 1968 (75x55cm)

Fahrgast, schlafend

Dieses Bild ist beherrscht von der typischen verhaltenen Farbigkeit der späten sechziger Jahre. Der Kunstkritiker Jörg Lampe schrieb über diese Bilder: „Über allem, über allen Motiven aus dem einen Thema des zugrunde liegenden Existenzbereichs liegt der Schatten der Vergänglichkeit, der Vergeblichkeit, vielleicht auch der Unzulänglichkeit alles Kreaturseins, aber mit der Würde und der Haltung dessen, was man als fraglose Schicksalsbereitschaft bezeichnen kann, ausgestattet und zur Gestalt gereift. Man spürt das Schwere und das Leid, aber keine Klage, sondern eben die Bereitschaft zum so sein, wie es ist. Daraus aber erwächst ein eigenartiger Friede, ein Friede voller Schwere und vielleicht sogar Traurigkeit, aber in einer Ergebenheit, die nicht zuletzt die Würde, ja das Element seiner Schönheit ist.“

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