Skizzen 2 Vitrinen - 1960

Werner Berg sagte von seinen Skizzen: „Wer mich kennt, weiß, wenn ich mit dem Skizzenbuch ausrücke, dann bin ich vollständig nur Aufnehmender, Zeichner, völlig hingegeben dem, was ich vor mir sehe. Die Skizze ist nicht etwa ein Festhalten von Einzelheiten, ein Notieren, sondern in der Skizze schießt das Bild zusammen. Ich zitiere dafür immer gern den Ausspruch des außerordentlich gescheiten Kritikers Karl Einstein, der sich in der Emigration das Leben genommen hat, der von einem Maler einmal gesagt hat: „Er erfindet vor der Natur impressiv.“ Das ist natürlich an sich ein Blödsinn, das ist absurd. Entweder erfindet man oder man empfängt vor der Natur Impressionen. Und doch ist es das richtige, und ich nehme es auch für mich in Anspruch, nicht auf einer Wertskala, aber einfach als Tatsache. Solange ich davor stehe, schießen die Bilder zusammen und verwandeln sich auch, verwandelt sich alles. Und das ist im Grund das Arsenal meiner Anschauung und der Kontakt mit der Natur.“

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