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Die Maserung der Fichtenhölzer wurde von Werner Berg gerne in die Gestaltung einbezogen. Dies gelang ihm vor allem aufgrund seiner Technik der Handdrucke.

 

Nach dem Schneiden wurde auf die Holzplatte mit einer kleinen Handwalze die Druckerfarbe aufgebracht. Ein Blatt Japanpapier wurde auf den so eingefärbten Druckstock gelegt. Von der Rückseite des Papiers rieb Werner Berg die Platte mit dem Falzbein ab. Das Schwarz färbte das saugfähige Japanpapier durchgehend bis auf dessen Rückseite, so dass Werner Berg beim Drucken die Intensität der schwarzen Flächen beurteilen und modulieren konnte. Diese Vorgangsweise erlaubte ihm – im Gegensatz zum Druck mit einer Presse – vielfältige feine Abstufungen des monochromen Schwarz. So konnten sich in der schwarzen Fläche Teile dunkler und geschlossen schwarz gegen andere hellere unterscheiden, wie hier im Baum, in der Schulter des Mannes, in den Schattenpartien der Köpfe. Gerade diese vom Betrachter auf dem ersten Blick oft unbemerkten Gestaltungselemente verleihen den Originalen einen in der Reproduktion schwer wiederzugebenden Reiz. So unterscheiden sich auch die einzelnen Abzüge einer Platte voneinander. „Es gibt bei mir nicht zwei gleiche Drucke. Die Reproduktion ist eigentlich eine Produktion“, sagte Werner Berg.

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