Christine Lavant VII - 1951 (60x100cm)

Christine Lavant VII

„Von den vielen Bildern, die ich im Jahre 1951 von der Christine Lavant gemalt habe, sehen Sie in der Galerie das vielleicht schärfste und umfassendste, in dem ihre ganzen Erscheinungsformen vom Tragischen bis zum Sibyllenhaften, von der Schauspielerin bis zur Irren möchte ich fast sagen, zusammengefasst sind. In einer ganz besonderen Schärfe, so wie ein anderes Bild ihre frauliche Erscheinung am unkompliziertesten bietet“, sagte Werner Berg.

 

„Das Bildnis der Christine Lavant ist natürlich auch Porträt – die Dichterin ist unverwechselbar zu Bilde gebracht. Doch ist sofort klar: Der Künstler ist hier nicht „unbeteiligter“ Beobachter, sondern eine innige geistige Beziehung zum „Modell“ erlaubt eine in inhaltlicher Hinsicht weitergehende Bildaussage. Das Porträt erweist sich als Huldigung der geistigen Verwandtschaft der beiden Künstler. Werner Berg weiß mehr darzustellen als die Physiognomie der Frau. In den Porträts der Dichterin tritt das psychologische Moment in den Vordergrund; der Seelenzustand ist die eigentliche Bildaussage. In der Malweise ist der große Zusammenhang gesucht, der disziplinierte Duktus ist wie auch die differenzierte Farbigkeit ursächlich an der hintergründigen Wirkung des Bildes beteiligt“, schreibt Barbara Biller.

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