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Presseinformation

WERNER BERG MUSEUM BLEIBURG | PLIBERK
 

KIKI KOGELNIK: This Is Your Life – An Archival Account
WERNER BERG: Chronologie / Kronologija
 

01. Mai – 30. Oktober 2022
Di-So: 10-18 Uhr

Kurzinfo

Kiki Kogelnik (1935-1997) ist eine der bedeutendsten Künstlerinnen Österreichs.

Die Ausstellung This Is Your Life umfasst noch nie gezeigte Selbstportraits und bisher nicht zugängliches, vielfältiges Archivmaterial.

Korrespondierend wird eine große Werner Berg Retrospektive gezeigt, welche chronologisch jedem Schaffensjahr zugeordnet, einen vollständigen Überblick über das Leben und die Werkphasen des Künstlers ermöglicht.

Detailinfo

Dem Maler Werner Berg (1904-1981) widmet die Stadt Bleiburg seit 1968 ein monografisches Museum. Das repräsentative Haus am Bleiburger Hauptplatz ist seither zu einem Anziehungspunkt für Kunstliebhaber aus der ganzen Welt geworden. Es zeigt das Œuvre des Künstlers, dessen künstlerischer Ausgangspunkt der deutsche Expressionismus war, in einzigartiger Wechselwirkung von Kunst und Umwelt im Kerngebiet seines Ursprungs.
Bei den jährlich wechselnden Ausstellungen wird stets versucht einen thematischen Dialog zwischen dem Werk Werner Bergs und der jeweiligen Sonderausstellung zu finden. Die Kunst Werner Bergs wird so auch für den wiederholten Besucher unter ständig neuen Gesichtspunkten erlebbar. So zeigt sich, wie dessen Werk auch unter verschiedenen Fragestellungen unserer Zeit ständige Aktualität bewahrt.

Im Jahr 2022 stehen die Biographien zweier außergewöhnlicher Künstlerpersönlichkeiten im Fokus und machen diese in nie dagewesener Authentizität lebendig.

KIKI KOGELNIK: This Is Your Life – An Archival Account

Das Werk Kiki Kogelniks, eine der wichtigsten und bekanntesten in Österreich geborenen Künstlerinnen, erfährt wachsende internationale Anerkennung und Wertschätzung.

Im Jahr ihres 25. Todestages wird im Werner Berg Museum die Biografie der Künstlerin erstmals in Form einer Ausstellung anhand von kürzlich erschlossenen Archivalien wie Fotografien, Briefen, Plakaten, Filmen, persönlichen Objekten sowie Portraits und Selbstportraits erzählt.

Geboren 1935, verbrachte Kiki Kogelnik den Großteil ihrer Kindheit und Jugend in der Südkärntner Kleinstadt Bleiburg. Nach Studien in Wien an der Akademie für angewandte Kunst und der Akademie der bildenden Künste in den 1950er-Jahren und längeren Aufenthalten in Frankreich, Skandinavien und der Schweiz, zog die Künstlerin 1962 nach New York, wo gerade die Pop Art-Bewegung entstand, und machte die Stadt zu ihrem neuen Zuhause; Bleiburg aber blieb für sie ein besonderer Bezugspunkt und so kehrte sie bis zu ihrem Tod im Jahr 1997 immer wieder in ihren Heimatort zurück.

WERNER BERG: Chronologie/Kronologija

2022 zeigt das Museum den Werdegang Werner Bergs (1904-1981) in exemplarischer Übersicht. Von dem ersten Selbstportrait des jungen promovierten Staatswissenschaftlers, der 1927 gerade alle Karrierechancen ausschlagend an die Wiener Akademie gewechselt war, über dessen Jahre an der Münchner Akademie und dem lebensentscheidenden Entschluss, sich 1931 mit seiner jungen Familie auf einem entlegenen Bergbauernhof im slowenischsprachigen Teil Unterkärntens anzusiedeln, der Diffamierung als entarteter Künstler und seinem Einsatz als Kriegsmaler in Skandinavien, dem mühsamen Neubeginn auf dem Hof unter prekären Verhältnissen, den persönlichen Lebenskrisen und später erster Anerkennung des in selbstgewählter Isolation entstandenen Werkes bis zur Vereinsamung der letzten Lebensjahre wird ein weiter Bogen gespannt, wobei jedem Lebensjahr zumindest ein Werk zugeordnet und gezeigt wird. Ergänzt wird dieser in seiner Vollständigkeit einmalige chronologische Überblick durch exemplarische Fotos und Audiodateien zu den Ereignissen jeden Jahres mit den wesentlichen programmatischen Selbstzeugnissen Werner Bergs. Zusätzlich bietet die Wiedergabe des Briefwechsels Werner Bergs mit Dr. Heinrich Becker (1881-1972) und dessen Frau Martha (1889-1969) – von den 1930er bis zu den 1970er Jahren waren diese Freunde und Unterstützer durch alle Wechselfälle der Zeit – authentischer als es jeder retrospektiven Schilderung möglich wäre, Gelegenheit, den Künstler in seinem Denken, seiner Entwicklung und seinen Unternehmungen unmittelbar zu begleiten. So ermöglicht die Ausstellung dem Besucher einen bisher nie dagewesenen umfassenden Einblick in Leben und Werk des großen Künstlers vom Rutarhof.

Öffnungszeiten:
01. Mai – 30. Oktober 2022
Di-So: 10-18 h