SCHWARZE PFERDE GALOPPIEREN
Christoph Klimke liest Giacometti
Alberto Giacometti hat geschrieben, wie er seine Kunst gelebt hat, zögerlich, umkehrend, voller Geistesblitze und Fehlgriffe, mutig, dann zweifelnd und immer erotisch. Leben und Kunst sind Abenteuer, Halt, Sprungbrett, intensiv und lustvoll.
Giacometti raucht und schimpft unentwegt beim Arbeiten und Schreiben, stellt Fragen um Fragen, entblößt, verschlingt und reist mit uns ins Ungeheure.
Christoph Klimke nimmt uns mit auf Giacomettis furiosen Ritt über eine "gelbe Wiese des Wahnsinns" und durch seine Einsamkeiten, die vor allem Respektzone für die Liebe sind. Und das mit einem ungeheuren Humor, dem "sein Lächeln eines Kannibalen entsprach" (Michel Leiris).
Wir besuchen mit Jean Genet das Atelier Giacometti, Sartre kommt zu Wort, aber vor allem der Künstler selbst mit seinen rastlosen Notizen, Gedichten und Briefen über seine Arbeit, seine Modelle, Paris und die begehrten Frauen, über geliebte Bilder, Skulpturen, Kollegen und Unbekannte. Das Leben- ein Wunder, eine Welt aus Überraschungen.
Musikalische Kommentare zur Lesung steuert Arthur Ottowitz auf seiner Mundharmonika bei.
Christoph Klimke war der künstlerische Weggefährte von Johann Kresnik. Die beiden haben sich im Theater auch den großen Künstlern, wie Goy, Picasso, Felix Nussbaum oder der Sammlung Prinzhorn gewidmet. Im Kulturni dom war Klimkes Stück "Jura Soyfer. Auf uns kommt es an!" und "Jemand. Eine Hommage an Johann Kresnik" zu sehen.
Christoph Klimke hat für Kataloge des Werner Berg Museum Texte für die Ausstellungen mit Gottfried Helnwein und Pier Paolo Pasolini verfasst, hat hier oft aus seinen eigenen Büchern gelesen und eine Lesung zu Leben und Werk von Ernst Barlach gestaltet.
Dienstag, 5. November 2026
Beginn: 19 Uhr - Das Museum ist am 5. Novemeber 2026 von 10 Uhr bis zum Ende der Veranstaltung durchgehend geöffnet.
Eintritt: Gültige Eintrittskarte ins Werner Berg Museum
Kartenreservierung: 04235 2110-27 oder bleiburg.museum@ktn.gde.at
